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1

Samstag, 16. Oktober 2010, 20:48

AMD oder Intel ?

Hallo Leute,

ich möchte mir zu Weihnachten einen neuen PC schenken.
Das Netzteil soll ein Enermax ( EPR385AWT II | 385 Watt ) sein. (bisher nur gute Erfahrung)
Das Board wird natürlich ein Gigabyte. (bisher nur gute Erfahrung)
RAM möchte ich 16 GB verbauen. ( für viele virtuelle Server und Clients )
Grafikkarte = irgendeine Lüfterlose (wahrscheinlich nvidia)
OS = CentOS
Platten = SSD ( sda mit 80 GB) + Samsung ( sdb mit 500 GB )

Hauptverwendungszweck: normaler Client
Nebenverwendungszweck: Virtualisierung ( 3xCentOS, 2xUbuntu, 2xWindows 7, 1xWindows2008 )

Meine Fragen:
1. Welches ist das schnellste Board ?
2. Welcher passiver Kühler passt zu Intel Core i7 Extreme ? Ich bin auch bereit auf Core i3 zu gehen, wenn es für Core i7 kein passiven Lüfter erhältlich ist, denn Intellüfter sind für mich Krachmacher.
3. RAM-Speicher von welchen Hersteller ?
4. Was sollte ich noch bedenken?

Schönes WE
Linuxfred

Folterknecht

unregistriert

2

Samstag, 16. Oktober 2010, 21:21

Hi!

Ich kenne mich mit Virtualisierung nicht aus. Aber ich kann Dir einige generell gültige Sachen mitteilen.

zu1) Die Frage welches Board das schnellste ist, stellt sich heute nicht mehr, da viel Komponenten die früher auf dem Board waren, in die CPU gewandert sind. Nimmst Du ein Board der gr. Drei (Asus, GB, MSI) hast Du bei gleichem Chipsatz/CPU nahezu identische Preformance.

zu 2) CPUs passiv zu kühlen ist bei 2-Kernern möglich (Scythe Orochi und Konsorten). Bei 4 oder mehr Kernen sehe ich dazu kaum eine Chance. Allerdings gibt es viele Kühler auf dem Markt, die bei nierdrigen Lüfterdrehzahlen gute und beinahe lautlose Kühlung ermöglichen. Welcher Kühler verbaut werden kann/sollte hängt auch immer vom Gehäuse ab.

Ich denke, daß Du bei der Virtualisierung viele parallele Prozesse am Laufen hast. Daher würde ich Dir entweder zu einem AMD 6-Kerner und nem Board mit 890GX Chipsatz (integrierte Grafik, normale Karte kann natürlich verwendet werden) raten oder einen Intel Core i7 (4Kerne + 4 virtuelle Kerne). DOrt hast Du momentan die Wahl zw. Sockel 1156 oder 1366. Allerdings erscheint im Januar 2011 ein neuer CPU-Typ samt Sockel/Boards bei Intel, welcher nochmal zw. 10 - 20% schneller sein wird (laut Vorabtests).
Aktuell ist es so, daß Intel-CPUs bei gleicher Takt und Kernzahl im Schnitt 10 - 25% schneller als AMD-CPUs sind.

Auch solltest Du eventuell über die größe der SSD nachdenken, 80 GB könnten unter Umständen knapp werden. Da erscheinen auch Anfang nächsten Jahres neue von Intel, die vermutlich etwas Bewegung in das €/GB-Verhältnis bringen werden.

Die integrierten Grafikchips bei AMD sind gar nicht mal schlecht, ist natürlich die Frage wozu Du das ganze brauchst. Die momentan schnellste passive Karte ist eine HD5770 von GB. Allerdings sollte eine gute Gehäusebelüftung und Platz vorhanden sein.

Übrigens bietet Intel auch einen 6Kerner (6 Kerne + 6 vituelle) für So1366, allerdings zu gesalzenen Preisen (~900€).


Gruß

Folterknecht

3

Samstag, 16. Oktober 2010, 21:49

Das Board wird natürlich ein Gigabyte. (bisher nur gute Erfahrung)
RAM möchte ich 16 GB verbauen. ( für viele virtuelle Server und Clients )

Da solltest Du auf jeden Fall ECC-Speicher verwenden.

Zitat

Grafikkarte = irgendeine Lüfterlose (wahrscheinlich nvidia)
OS = CentOS

Vorsicht, Gigabyte-Boards unterstützen Linux nicht. Schau Dich besser anderswo um.

Zitat

Virtualisierung ( 3xCentOS, 2xUbuntu, 2xWindows 7, 1xWindows2008 )

Also soviele phyische Kerne wie möglich, "virtuelle" nützen Dir da nichts.

Oberst

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4

Sonntag, 17. Oktober 2010, 23:08

Hallo,
Wenn es um Virtualisierung geht, ist im AMD Bereich der 890FX wohl die beste Wahl. Der hat als Einziger eine IOMMU, was in VMs schon einen deutlichen Geschwindigkeitsschub geben kann (allerdings nicht zwangsläufig muss; kommt drauf an, was man in der VM macht).
Intel bietet das vergleichbare VT-d nur in ihren Xeons an. Da bei AMD auch ECC Speicher unterstützt wird, ist das vermutlich die bessere Wahl.
Wenn du keine IOMMU brauchst, dann ist der 890GX wohl die beste Wahl. Das 890GPA-UD3H bietet eine großzügige Kühlung und stabile Spannungsversorgung, ist in diesen Bereichen großzügiger ausgerüstet, also die preiswerteren Boards.
Falls es doch eine IOMMU sein soll, dann das 890FXA-UD5 (das UD7 ist dann doch einiges teurer, auch größer und die zusätzlichen PCIe brauchst du wohl nicht).
Der X6 1055T sollte wohl die beste Wahl für eine AMD CPU sein. Günstig und trotzdem schnell.
Gruß Oberst.

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5

Montag, 18. Oktober 2010, 03:05

Intel bietet das vergleichbare VT-d nur in ihren Xeons an.

Das ist sachlich falsch. Bis auf die -S/-K/-T Sondermodelle bieten alle größeren Intel LGA1156 und LGA1366 Prozessoren VT-d. Wenn es um maximale Performance und maximalen Speicherausbau + Durchsatz angeht, führt wohl kein Weg an einem LGA1366/X58 Mainboard vorbei. Die Triple Channel Memory Konfiguration erlaubt mit ihren 6 Speicherbänken auch einen günstigen Ausbau über 16GB hinaus. Abgesehen davon bieten die 1366er Prozessoren die beste Performance pro Takt pro Kern aller aktuellen Desktop Plattformen. Die AMD X6 konkurrieren bezogen auf die Leistung eher mit den i7 860/920. Die virtuellen Kerne (SMT) sind nicht in jeder Virtualisierungsumgebung "nutzlos" (bis zu +24% Gesamtleistung @ vSphere / ESX / VMmark).

Einen passiven Kühler würde ich mir auf einem i7 sparen, da die Abwärme schon beträchtlich ist und irgendwie ja auch abgefürht werden muss. Der Mittelweg aus einem guten Low Airflow Kühler mit gedrosseltem 120/140mm Lüfter ist wohl zu bevorzugen. Ein Noctua NH-D14 oder ein Thermalright HR-02 erlauben geringe Drehzahlen bei immer noch hervorragender Kühlleistung.
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6

Montag, 18. Oktober 2010, 05:13

:hi: Guten Morgen

Bin leider ein 1366er Fan!
- darum jetzt 1366er board mit evtl. kleinem Prozessor und den dann nächstes Jahr austauschen und einen 6-Kerner drauf! - das wär dann die aktuellste 6-Kern CPU !

Wie @emissary schon sagt: guten Kühler drauf mit großem, gedrosselten, leisen Lüfter - da hörst du so gut wie Nichts und hast sehr gute Kühlleistung! - evtl. den Umstieg auf den 6-Kerner beachten ( beim Lüfterkauf! - ich weiß jetzt nicht, da ich die Baugröße der 6-Kern CPU nicht kenne, ob da Kompatibilität besteht, aber da es ja der gleiche Sockel ist, müßte der Kühler auch auf den 6-Kerner paßen - evtl. mit anderem Retention Kit !).

- und wie @Foltereknecht angemerkt hat! - auf die Bauhöhe eines Kühlers achten, da manchmal die Gehäuse zu schmal sind und die Kühler enorm hoch!

Speicher würde ich auf 1600 MHz laufen lassen, da laufen die butterweich mit sehr guter Leistung, und es gibt jede Menge Auswahl an Modulen, die diese Leistung mit geringer RAM - und Vtt Spannung bieten! ( du kannst aber den Speicher auch noch weiter übertakten, gerade wegen deiner Visualisierungen - dann aber kommst du mit den Spannungen in sehr hohe Bereiche )

Mit Enermax gabs mal zeitweilig Probleme ( aber es ist so, wie bei jedem Hersteller !) - ich weiß nicht, ob die allseits behoben sind! - ansonsten wären auch die seasonic interessant!

Grafik - ne passive Gigabyte!

Board würde ich das UD-9 nehmen! WasBesseres findest du kaum und du hast die Option es auszutauschen! ( 3 Jahre upgrade auf anderes board ) - dir dann nächstes Jahr oder später ein schönes board mit dem neuen Intel- X6x. chipsatz einzutauschen und du lächelst auch ein anderes Weihnachten noch.. - dann hast du auch den aktuellsten chipsatz!
- aber acht darauf, dass es nur in bestimmte Gehäuse paßt (Liste auf der Gigabyteseite ) - dann ist die Bauhöhe des Kühlers auch nicht mehr von Relevanz!
- ansonsten ist das UD5 ein schnelles, gutes , stabiles board mit sehr guten Komponenten und Spannungsversorgung ! - mit Wasserkühlung dann das UD7!

ich würde dann auch ein paar Euros mehr nicht scheuen und mir bei einem guten Händler die Sachen besorgen. Empfehlen kann ich einen guten Händler vor Ort, oderJZ - da bekommst du dann Komponenten die geprüft sind, oder evtl. Sets - und bei Problemen findest du wiedeer ein Ohr! - da kann mann sich für ein paar Groschen jede Menge Ärger ersparen!
Auch in Sachen Speichermodule, CPU, Grafik, Netzteil, Kühlung, zukünftige Kompatibilität, Gehäuse usw. bist du da in besten Händen.

- grüße the cat
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Oberst

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7

Montag, 18. Oktober 2010, 23:54

Zitat

Zitat

Intel bietet das vergleichbare VT-d nur in ihren Xeons an.
Das ist sachlich falsch. Bis auf die -S/-K/-T Sondermodelle bieten alle größeren Intel LGA1156 und LGA1366 Prozessoren VT-d.
Hallo,
da ist die Intel Seite leider nicht sehr aussagekräftig gewesen (da steht immer nur VT-x) und bei Geizhals war es nicht aufgeführt (nur VT).
Danke für die Info/Korrektur.

Ich würde aber trotzdem beim X6 bleiben, der ist einfach günstiger und im Vergleich zum 920/930 auch nicht langsamer (denn OC fällt in dem Fall flach). Und die merklich schnelleren i7 gehen dann schon deutlicher in's Geld.
Da 16GB Ram gefordert wurden, sollte man bei AMD auch kein Problem haben, bei mehr hingegen schon.

Kommt aber auch drauf an, was der Rechner machen soll. Daher wäre hier etwas Klärung nötig.
Gruß Oberst.

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8

Dienstag, 19. Oktober 2010, 01:44

Ich nutze täglich http://ark.intel.com/VTList.aspx oder http://ark.intel.com/Default.aspx für die Recherche.
Vielleicht eine nützliche Alternative zu den Preisvergleichen :)

Die AMD X6 bzw ein AM3 System konkurriert in Bezug auf den Preis und die Leistungsfähigkeit eher mit den Intel i7 8x0 bzw der Lynnfield Plattform. Selbst bei 4GHz kann ein AMD Phenom II X6 1090T einem Intel Core i7 950 (Triple Channel Memory Konfiguration) in keinem Benchmark gefährden, darüber wird es knapper. Wenn man jedoch über ein, zugegeben wesentlich teureres, Intel Hexacore System mit 980x spricht, dann hat AMD dem im Desktopsegment bezogen auf die Leistung im Moment nichts entgegenzusetzen. Als Bonus kann man mit 4GB Modulen bis zu 24GB Arbeitsspeicher verwenden. Wer also das Budget hat und die Performance braucht, greift zu LGA1366. Alle anderen haben immer noch die Wahl zwischen AM3 und LGA1156, wobei ich hier dem AMD System basierend auf einem 1090T auf einer 890FX Platine, auf Grund der moderneren Southbridge den Vorzug geben.

Also Budget vorhanden? Ein Gigabyte X58A-UD5 sollte eine gute Grundlage für ein solches System sein. Der Mehrwert der größeren Modelle dürfte sich bei diesem Anwendungsgebiet in Grenzen halten. Zumal man die Preisdifferenz auch an anderen Baustellen ausgeben kann (RAM, Netzteil, Kühlung usw). Beim Speicher würde ich mich an DDR3-1333 CL8 oder DDR3-1600 CL9 Module mit 1.5v Betriebsspannung halten und auf offizielle X58 Kompatibilität seitens des Herstellers achten. Mit DDR3 ECC auf einem Desktop Mainboard habe ich keine Erfahrung, vielleicht kann JZ dazu etwas sagen...
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Donnerstag, 21. Oktober 2010, 10:39

Hallo,
auf der Intel Seite steht aber immer nur VT-x. Eine explizite Angabe, ob das auch VT-d beinhaltet fehlt, ist auch etwas unübersichtlich (finde ich zumindest). Bei AMD vermutlich nicht besser, aber da weiß ich's auswendig... :)

Und so wie's aussieht, hast du dich da geirrt:
VT-x ist nicht VT-d, hab jetzt nämlich was gefunden:
Hier gibt's eine schöne Liste, in der man nach VT-x filtern kann (437 matching products) und auch explizit nach VT-d (nur 71 matching products). VT-x ist scheinbar die stinknormale Hardware Virtualisierung, das bringt für die Leistung praktisch gar nichts. VT-d ist für einige spezielle Modelle verfügbar (komischerweise sollen auch einige Core2 Modelle das unterstützen; da müsste das aber über den Chipsatz laufen, weil das im Speichercontroller gemacht wird). Daher bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die Liste auch wirklich stimmt...

Bei der Leistung gebe ich dir recht. Daher war auch meine Empfehlung der X6 1055. In der Preisklasse ist er für den Zweck die beste Wahl. Der 1090T liegt schon sehr nahe an den Sockel 1366 von Intel, da ist es dann eher Geschmacksache, darüber bleibt nur Intel. Kommt alles auf den Geldbeutel und auch auf den Anwendungsfall von linuxfred an.
Daher bitte noch etwas weiter ausholen, was du genau machen willst, und wie viel Geld du zur Verfügung hast.
Gruß Oberst.

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10

Sonntag, 24. Oktober 2010, 12:09

Du hast einen Klick zu früh aufgegeben ;)



In den Spec Sheets der einzelnen Modelle ist ganz klar VT-x und VT-d getrennt angegeben!
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Sonntag, 24. Oktober 2010, 14:35

Hallo,
das gilt aber nicht für alle Core i3/5/7, nur für spezielle Modelle. Mach mal den Haken bei VT-d weg, und du bekommst eine Liste mit 437 statt 72 Modellen. ;)
VT-d gibt's z.B. beim Bloomfield gar nicht. Im Desktop gibt's da eigentlich nur einige Lynnfield und Clarkdale, mit VT-d, dazu noch etliche Mobile (Arrandale, Clarkdale) und ein paar Xeons auf Lynfield, Clarkdale und Jasper Frost Basis.
Core i7 gibt's nur den 860(s), 870(s) und 880 mit VT-d (hab die Liste nach Core i7 Desktop und VT-d gefiltert, da kommt nicht mehr bei raus).Bei den EE gibt's gar keinen, also nicht mal den neuen 980X . Selbst der bietet auch nur VT-x, kein VT-d.

Im Endeffekt bleiben bei Intel folgende Desktop Core i Modelle mit VT-d Unterstützung übrig (wenn die Liste von Intel stimmt, wovon ich mal ausgehe):
0 Core i3
4 Core i5: 650, 660, 670, 680
5 Core i7: 860, 860S, 870, 870S, 880
o Core i7 Extreme Edition

Bei AMD ist das Ganze ja Chipsatzabhängig geregelt. Daher ist es da etwas klarer: AMD 890FX: IOMMU (entspricht in etwa VT-d), der Rest: kein IOMMU.
VT-x ist wie gesagt auch nichts anderes als AMD-V, und das ist bei AMD seit AM2 Standard (bringt auch nicht allzu viel Leistung, spart wohl nur Programmierarbeit).

Insofern kann es je nach Anwendung sogar vorkommen, dass sogar ein AthlonII einen i7 980X EE in Virtualisierung schlägt (wenn eben IOMMU gut genutzt werden kann). Aber das kommt eben auf die Anwendung an. Wenn wir nicht mehr erfahren, was gemacht werden soll, können wir noch länger diskutieren, ohne dass es was bringt.
Gruß Oberst.

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Sonntag, 24. Oktober 2010, 16:12

VT-d gibt's z.B. beim Bloomfield gar nicht.

Nur, weil es nicht angegeben ist heisst das nicht, dass es nicht funktioniert. Alle 1366er Prozessoren und 1156er i7 sind, bis auf eventuelle Sondermodelle (siehe oben), VT-d fähig. Das wurde ja schon zum Launch in diversen Reviews nachgewiesen. Lynnfield & Bloomfield haben keine für VT-d relevanten Elemente (wie Grafik usw) auf dem Die, deshalb hat Intel dies wohl aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht explizit angegeben*. Die einzige Vorraussetzung ist also, dass die Funktionalität vom Mainboard bereitgestellt wird.

Insofern kann es je nach Anwendung sogar vorkommen, dass sogar ein AthlonII einen i7 980X EE in Virtualisierung schlägt (wenn eben IOMMU gut genutzt werden kann).

Wie bereits geschrieben, beherrscht ein 980X problemlos VT-d. Aber selbst ohne diese Funktionalität hätte ein Athlon II vermutlich keine Chance, dafür fehlen ihm sowohl Cache als auch Threads. Selbst bei einem AMD X6 mit IOMMU vs 980X ohne IOMMU wäre ich auf die Ergebnisse durchaus gespannt. Das eigentliche Problem sind leider, bei beiden Plattformen, jedoch die Mainboard BIOSe bzw deren VT-d Implementierung... wir hatten in der Hinsicht schon viel "Spass" mit unseren i7 9x0 Systemen.

*auch wenn dies unter Umständen zu falschen Schlüssen führt :rolleyes:
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Sonntag, 24. Oktober 2010, 23:07

Hallo,
Die von mir gelisteten i7 und i5 haben ja auch keine Grafik, aber laut Intel VT-d. Daher kann es nicht an der Grafik liegen, weil bei den i3 ja auch kein VT-d angegeben ist (und der hat ja integrierte Grafik). Insofern ist die Liste von Intel anscheinend komplett falsch? Das wäre ja doch etwas peinlich, wenn ein Hersteller keine Ahnung von seinen Produkten hat. Oder will Intel hier seine Kunden mit Absicht täuschen? Zumindest scheint es so, denn laut dieser Liste unterstützen nur ein paar Lynnfield VT-d, bei den anderen steht kein Yes (auch nicht in der Beschreibung; filtert man die Prozessoren nach VT-d sind die Bloomfield herausgefiltert, was eigentlich "kein VT-d" bedeutet). Wenn ich Intel Kunde wäre, würde ich mir leicht verschaukelt vorkommen (wieder ein mal, genau aus solchen Gründen kaufe ich die allerdings nicht mehr).

Mein Extrembeispiel mit dem AthlonII ist durchaus denkbar: Milkyway@home in einer VM. Mit IOMMU/VT-d geht das auch über GPU, ohne nur über CPU. Und wie der Unterschied da aussieht, ist wohl klar. Da würden auch keine 6 Kerne mit HT helfen, wenn die gegen 1600 Stream Prozessoren antreten müssten... :)
Gruß Oberst.

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14

Montag, 25. Oktober 2010, 07:06

Wir reden aneinander vorbei. Die Listen sind nicht falsch, du ziehst nur die falschen Schlüsse aus deiner Filterung. Für LGA1156 muss eine Angabe zu VT-d in der Liste sein, weil es Prozessoren mit VT-d relevanten Elementen im Die gibt (Clarkdale). Die kleineren Clarkdales (Celeron, Pentium, i3) unterstützen VT-d nicht, die größeren jedoch schon. Lynnfield ist komplett VT-d fähig. Ausnahme bei beiden bilden die Sondermodelle, wie zum Beispiel die K-Reihe*. Das hatte ich jedoch beides bereits in meinem allerersten Beitrag zum Thema geschrieben. Die Bloomfields in der Liste werden als nicht VT-d fähig angezeigt, weil diese keinen entsprechenden Eintrag in den Specs haben. Die Aussage sie wären auf Grund dieser Filterung nicht VT-d fähig ist also eine Fehlinterpretation, die sich relativ einfach zb mit dem Bloomfield Whitepaper wiederlegen lässt.

Hehe @ Milkyway Extrembeispiel, dachte mir schon das sowas kommt :D

Den Luxus Intel komplett aussen vor zu lassen kann ich mir beruflich leider nicht leisten, daher setze ich mich zwangsweise mit solchen Themen auseinander. Aber mal ganz ehrlich: Welcher völlig unbedarfte Käufer, dem also die Funktionsweise von IOMMU/VT-d und vor allem die geringe Rolle der CPU daran nicht klar ist, wird dies später ganz bewusst nutzen (wollen)? Die Anzahl ist wohl verschwindend gering...

*welche ja auch speziell für Home User / Overclocker angeoten wird
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Montag, 25. Oktober 2010, 07:25

:hi: Guten Morgen

.... wollte nur mal kundtun, dass ich`s sehr interessant finde mitzulesen. Sachliche Diskussionen mit fundiertem Wissen bereichern das Forum enorm! - und mein "Kleinhirn" natürlich ..
- trägt sehr dazu bei das Forum interessanter zu machen ! - danke

beste Grüße an euch beide - the cat
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16

Montag, 25. Oktober 2010, 14:26

Wir reden aneinander vorbei. Die Listen sind nicht falsch, du ziehst nur die falschen Schlüsse aus deiner Filterung.
Hallo,
ist mir gar nicht aufgefallen, dass es nur so wenige Lynnfield gibt...aber jetzt wo du es sagts, leuchtet mir das ein. Ich finde es trotzdem sehr irritierend. Wenn ich einen Prozessor suche, der explizit VT-d kann, dann sollten mir auch alle angeboten werden. Und dazu zählen ja offensichtlich auch alle Bloomfields und der Gulftown. Selbst der hat aber keinen Vermerk drin, obwohl er nagelneu ist. Insofern ist die Liste eigentlich nicht falsch, sie ist nur nicht vollständig ausgefüllt. Und dadurch wird der Filter falsch angewendet. Mir war nicht bewusst, dass VT-d serienmäßig beim Bloomy ist. Ich hatte zwar durchaus davon gelesen, aber die Vorstellung des BF ist ja schon eine Weile her und die Liste hat mich dann verwirrt. Dachte daher, dass es nur in den Servervarianten aktiv ist.
Und ich denke mal, das wird anderen möglichen Kunden auch so gehen, die speziell danach suchen. Schließlich ist das ein offizielles Intel Dokument, daher wäre es sicher nicht verkehrt, wenn Intel VT-d nachträgt. Habe ich wieder was dazu gelernt, schadet ja auch nicht... :)
Interessant ist auch, dass es einen Atom gibt, der VT-d kann :) . Weißt du zufällig, wieso das nur der N270 kann? Schließlich müsste das doch vom Chipsatz kommen (wie bei den Core2), und der kann ja sicher auch mit anderen Atoms. Mir war auch gar nicht aufgefallen, dass es so viele VT-d Chipsätze für den Core2 gab, dachte da eher an 2-3 spezielle, nicht an 8 Stück. Da hat sich Intel nicht Lumpen lassen, das muss man schon sagen.

Ich werde mir zumindest mal den AMD Versuch der IOMMU anschauen. Denn bis zum Bulldozer warten ist mir doch etwas zu lange. Da werde ich vorher doch mal mein altes DQ6 in meinen HTPC verbannen und mal mit dem 890FX-UD5 testen. Da werde ich auch mal mein Milkyway Beispiel testen...weil ich das Thema IOMMU sehr interessant finde (gut, das mit Milkyway war schon etwas spitz gewählt). Bisher fehlt mir das in einer VM halt doch irgendwie, da kann man halt nur eingeschränkt mit der Grafikkarte (oder auch der Soundkarte) arbeiten. Aber mit IOMMU sollte man auch z.B. Spielen können, vielleicht nicht ideal, aber zumindest brauchbar (zumindest erwarte ich mir das davon; mal schauen, ob's sich erfüllt). Bin auch gespannt, ob ich dann meinen Dell in der VM verwalten kann. Ist ja eine PCIe Karte... Server-Hardware...mal schauen, ob LSI das hin bekommen hat.

Hast du schon VT-d testen können? Klappt das bei funktionierendem BIOS so, wie ich das meine, oder bin ich da etwas illusorisch? Das Ganze wäre ja auch zukünftig für Fusion und Co. zwingend nötig. Wenn AMD schon Rechenarbeit per OpenCL auf die Grafikkarte auslagern will (um in Sachen Leistung zu Intel aufzuschließen oder teilweise vorbei zu kommen), dann muss das auch in der VM klappen.

@linuxfred: Sorry, falls das alles etwas zu offtopic war!
Gruß Oberst.

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Montag, 25. Oktober 2010, 16:07

Insofern ist die Liste eigentlich nicht falsch, sie ist nur nicht vollständig ausgefüllt.

Ganz genau! Jedem leuchtet ein, dass zum Beispiel ein Arbeitsspeicher-Modul wohl keinen Eintrag für VT-d in den Spezifikationen stehen hat, aber trotzdem in einem entsprechenden System genutzt werden kann. So ist es auch bei Prozessoren der Bloomfield / Gulftown Reihe, nur weniger offensichtlich. Ich stimme dir jedoch zu, dass es für einen Unbedarften allgemein und die Feature-Suche im Speziellen unglücklich gelöst ist und den obigen Trugschluss provozieren kann.

Weißt du zufällig, wieso das nur der N270 kann?

Ein Punkt bei dem ich ehrlich gesagt vollkommen überfragt bin ist das warum. Auch wenn es VT-d fähige Chipsätze für den Prozessor gibt, so ist die eigentliche CPU-Leistung für eine Virtualisierungsumgebung doch viel zu gering. Da Intel jedoch die ATOM Reihe gern fürExperimente nutzt, würde es mich nicht wundern, wenn es ursprünglich eine reine Machbarkeitsstudie war, frei nach dem Motto: Weil wir es können (der N270 ist ja im Gegensatz zu seinen Nachfolgern auch SSE4 fähig).

Hast du schon VT-d testen können? Klappt das bei funktionierendem BIOS so, wie ich das meine, oder bin ich da etwas illusorisch?

Da du dich vermutlich auf Desktop Mainboards beziehst muss ich ganz ehrlich sagen: Nein. Wir sind nach vielen Stolpersteinen und Ärgernissen weg von Desktoptechnik und schliesslich bei echten Workstation und Serverboards von SM oder Tyan gelandet. Die AS*S Pseudo-Workstation/Server Mainboards hatten im Linuxbetrieb alle massive ACPI Probleme, so dass wird mit denen gar nicht erst bis zu dem Punkt VT-d gekommen sind. Vielleicht hat AMD ja auch so etwas wie das Intel VT-d Firmware Toolkit parat? Das wäre dann wohl ein guter Anhaltspunkt für den Einstieg.
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Mittwoch, 27. Oktober 2010, 00:39

Hallo,
danke für die Info über VT-d und Desktop Boards. Wenn ich mein UD5 habe (wird noch etwas dauern, vielleicht im Januar, wenn die Weihnachtspreise wieder fallen) melde ich mich mal, wie's mir damit ergangen ist. SM oder Tyan sind mir dann doch etwas zu teuer und OC soll ja auch ein wenig gehen. Außerdem gibt's da kein passendes Board. Die SR5690 Chipsätze gibt's nur auf C32 oder C34. Ein Magny Cours muss dann doch nicht sein ;) und beim C32 ist der Formfaktor etwas ungünstig...da fehlen auch genügend PCIe, zumindest bei Tyan (wobei die Boards immerhin schon einen LSI 2008 drauf hätten, aber da bräuchte ich noch eine Zero channel Controller Karte, auf Raid5 wollte ich nämlich eigentlich nicht verzichten). Und zu haben sind die auch schlecht.

Der N270 (laut der Liste hat der übrigens kein VT-x, aber VT-d???) könnte der Atom sein, den Intel auch in Servern einsetzen will. Da gibt's ja inzwischen schon ein paar Serverlein, die auf Atom setzen, aber ich habe ehrlich gesagt nie auf die CPU genau geachtet.

Ein IOMMU-Toolkit habe ich bisher noch nicht gesehen. Zumindest bei der AMD Gaming HP, wo sie auch Grafiktreiber und so anbieten, ist mir keiner aufgefallen. Bei Zeiten durchforste ich mal deren HP, vielleicht findet sich doch was.
Gruß Oberst.

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Mittwoch, 27. Oktober 2010, 10:01

Ich drück dir die Daumen dafür, dass Gigabyte bei den ACPI Tabellen einen besseren Job als der Mitbewerber gemacht hat.

Ja, es gibt ATOM Server. Aber ob die nun ausgerechnet VT-d / IOMMU Enabled sind?
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Mittwoch, 27. Oktober 2010, 22:50

Ja, es gibt ATOM Server. Aber ob die nun ausgerechnet VT-d / IOMMU Enabled sind?
Hallo,
ich bezweifle das auch mal...ich bin aber generell kein Freund der Atomtechnik (zumindest in dem Fall ;) ). Intel beschneidet die Architektur extrem um Waver Fläche zu sparen und im Kaufpreis ist der Atom dann doch nicht so billig (ein Sempron und ein billiges Board liegt auch in ähnlichen Preisregionen).
Ich bin mal auf Zakate gespannt, der klingt schon interessanter (immerhin ein ooO, dazu noch die dicke compute-taugliche GPU). Die könnte in solchen Servern durchaus gute Chancen haben (was wohl auch indirekt die Verbreitung von Firestream und Co. verbessern dürfte, weil beides ja auf OpenCL setzt).

Ich werde jedenfalls mal über IOMMU berichten, wenn ich es dann mal getestet habe (falls nicht, einfach eine PM an mich mit bösem Schimpfeschimpfe).
Gruß Oberst.